3. Fastensonntag
07.
März 2010
Gebetszeit
mit dem Evangelium
Mich einfinden
Ich
halte heute eine bestimmte Zeit frei zum Beten und bei Jesus-Sein („Ich
bin der ich bin da“). Ich lasse meine Seele ruhig werden und still.
Nicht die Antworten auf meine Fragen sind jetzt wichtig, sondern was Jesus
sagt, im Evangelium, durch mein Leben, - mir. Ich
nehme heute meinen Lebensweg in den Blick.
Ich lese den Text des
Evangeliums langsam durch. Gott selbst will durch diese
Schriftstelle in mein Leben hinein sprechen.
Ich
sage Jesus, was ich im tiefsten von ihm wünsche. Und betrachte dann einen
der drei Punkte.
Gebetsvorschläge
Eine der folgenden Anregungen kann mir Hilfe sein:
1.
Lesung: Ich bin da
Das
ist das Wort Gottes über meinem Leben: das Versprechen der Taufe: „ich
bin da für dich.“ Vieles wird uns zweifeln lassen an diesem
Versprechen, an dieser Gegenwart, - und so an Gott. Ich will ihn heute
bitten, dass er mir die hellen Momente, die Himmelsstücke und Lichter in
meinem Leben zeigt, - wo auch mir klar wird, dass es stimmt.
So wie in hellen Momenten, so trägt er mich auch in den dunklen Zeiten:
Das ist Glauben, der wachsen darf.
2.
Lesung: Wüste
Die
Momente und Phasen der Trockenheit und des Nicht-Lebens gibt es immer
wieder, bei jedem. Aber: „die Wüste lebt“. Nicht „Murren“ wie das
Volk, das die Veränderungen nicht erträgt und zurück will in die
Sklaverei und an die Fleischtöpfe, sondern vertrauen auf Gott, gerade
auch in den Härten. Auch jetzt vertrauen. Heute.
Evangelium:
Es ist Zeit
Leben
ist immer zerbrechlich, für alle und jederzeit. Manche müssen es
tragisch und schwer erfahren, erleiden. Aber es gilt letztlich für alle.
Drum: entscheide, wie du leben willst! Heute. Was ist gut? Was läuft
falsch? Wie gestalte ich darum mein Leben, meinen Tag. Das Heute. Was sind
meine „Früchte“? Umkehr…in meinem Leben… Wohin…
Ich
spreche mit diesem mahnenden, ernsten Jesus, der doch mein bestes will und
da bleibt. Immer. Ich sage ihm, was mich beschäftigt hat und beschäftigt.
Mit ihm gehe ich zum Vater, der alles kennt und weiß. Mit Jesus bete ich
ein Vater unser, dass Sein Reich kommt.
Die
Gebetsvorschläge verdanken wir
Pfr.
Jörg Meyrer
Aus
dem Lukasevangelium
In
jener Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern,
die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so dass sich ihr Blut mit dem
ihrer Opfertiere vermischte.
Da
sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil
das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im
Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach
erschlagen wurden - meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen
hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? Nein, im
Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Und
er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg
einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er
keine. Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei
Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde
nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?
Der
Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will
den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch
noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.
Lk
13, 1-9